Neues Tanklöschfahrzeug bei der Feuewehr Dörpen offiziell eingeweiht

Hochmodernes Fahrzeug stellt Brandschutz in der Samtgemeinde sicher- Samtgemeinde Dörpen investiert 357000 Euro-

von Jens Sievers

Dörpen. Große Freude herrschte am Freitagabend bei der Freiwilligen Feuerwehr Dörpen. Vor großer Kulisse wurde in der Feuerwache an der Rägertstraße das neue Tanklöschfahrzeug (TLF) 4000 offiziell in Betrieb genommen. Die Samtgemeinde Dörpen investierte knapp 357000 Euro.

Mit den Worten „was lange währt, wird endlich gut“ eröffnete Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken die Feierlichkeit und dankte somit den Dörpener Einsatzkräften für die Geduld, die bei der Anschaffung des Fahrzeuges nötig gewesen ist. Nach gut drei jähriger Planungs- und Bauzeit konnte das neue Fahrzeug, welches von der Firma Rosenbauer konzipiert und hergestellt worden war, nun offiziell in Dienst gestellt werden. Dafür wurde der Fahrzeugschlüssel symbolisch an Ortsbrandmeister Wilfried Ahlers und dessen Stellvertreter Andreas Mörker überreicht. Wocken dankte dem gesamten Planungsteam um Wilfried Ahlers und der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit in der Planungszeit. Ein großer Dank galt auch dem Landkreis Emsland, die das Fahrzeug mit 50000 Euro bezuschusst haben. Wocken sprach von einem klaren Bekenntnis zur Feuerwehr und dankte allen Einsatzkräften für die Abarbeitung der vielen Einsätze der letzten Monate, wo am Tag teilweise mehrere Brände gelöscht werden mussten. Die bestmögliche Ausstattung soll dabei helfen, dem steigenden Einsatzaufkommen, sowie der immer wachsenden Komplexität der Einsätze, Herr zu werden.

Ortsbrandmeister Wilfried Ahlers dankte allen Anwesenden für ihr Kommen und hieß sie im Namen der Feuerwehr Dörpen willkommen. Nach nunmehr 31 Jahren wurde im Sommer das alte Tanklöschfahrzeug 16/25 außer Dienstgestellt und durch das hochmoderne TLF 4000 ersetzt. Ein wenig wehmütig sei er schon, da das alte Löschfahrzeug mit seinem Eintritt in die Feuerwehr im Jahr 1987 angeschafft worden war, fuhr Ahlers weiter fort.

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SG-Übung 2018 in Dersum

Fünf Feuerwehren der Samtgemeinde Dörpen proben Ernstfall  – 9 vermisste Personen bei Brand im Dersumer Industriegebiet

Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften rückten die Feuerwehren Dersum, Kluse, Heede, Dörpen und die Wekfeuerwehr Nordland Papier zu einem Brand bei der Firma HERO-Glas im Dersumer Industriegebiet aus

Jsie Dersum: Zu dem Großaufgebot mit über 110 Einsatzkräften zählte auch die Technische Einsatzleitung Nord (TEL) des Landkreises Emslandes. Dem Übungsszenario zur Folge kam es aufgrund einer Undichtigkeit eines Flüssigsalzbades zu Bränden im Kellerbereich in der Halle 6. Das heiße Flüssigsalz ist brandfördernd und bildet nitrose Gase, sodass eine hohe Gesundheitsgefahr für Mitarbeiter und Einsatzkräfte bestand. Vier Mitarbeiter in der großen Werkshalle konnten sich nicht mehr in Sicherheit bringen. Erschwerend hinzu kam die Gefahr der Brandausbreitung zur Halle 5. Ein Ausbreiten der Flammen auf die Instandhaltungswerkstatt konnte nicht mehr verhindert werden. In Folge dessen die drei dort arbeitenden Mitarbeiter von den Flammen überrascht und in der Werkstatt eingeschlossen wurden. Ein undichter IBC-Behälter mit einem hochgefährlichen Stoff sorgte für einen weiteren Schadensfall. Zwei Mitarbeiter die das undichte Ventil verschließen wollten kamen mit dem Stoff in Berührung und lagen in unmittelbarer Nähe der Schadensstelle. Durch anrückende Feuerwehrfahrzeuge geriet ein LKW-Fahrer auf einem Parkplatz nahe der Werkshallen in Panik und steuerte seinen Sattelzug in dort abgestellte Glasständerböcke. Der LKW-Fahrer wurde in seinem Fahrerhaus eingeklemmt.

Gegen 19.02 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Dersum mit dem Stichwort „Auslösung automatischer Brandmeldeanlage“ alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte erkannte der Einsatzleiter die Lage und ließ schnellstmöglich eine Alarmstufenerhöhung für die Feuerwehr Dersum, sowie für alle weiteren Feuerwehren der Samtgemeinde samt der Werkfeuerwehr UPM-Norlandpapier auf „Industrie- und Gewerbebrand“ durchführen.

Für eine strukturierte Vorgehensweise bei solchen Einsatzszenarien, wurden vier Einsatzabschnitte seitens der Technischen Einsatzleitung festgelegt. Ein Verletztensammelplatz wurde eingerichtet und eine Funkkanaltrennung je Einsatzabschnitt durchgeführt.

Im Einsatzabschnitt 1 und 2 rüsteten sich sofort mehrere Trupps mit schwerem Atemschutz aus und gingen in die durch Disconebel verqualmte Halle vor, um nach vermissten Personen zu suchen. Eine Wasserversorgung wurde über auf dem Werksgelände befindlichen Saugbrunnen aufgebaut um einen Innenangriff zur Brandbekämpfung zu starten. Insgesamt sieben verletzte Mitarbeiter wurden zum Teil nur über Leitern zugänglichen Bereichen gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Im Einsatzabschnitt 4 galt es ein Übergreifen des Feuers auf eine benachbarte Halle zu schützen. Hierfür wurde die Drehleiter mit Wasserwerfer in Stellung gebracht. Des Weiteren wurde der LKW-Fahrer aus seinem Fahrerhaus gerettet. Hierzu wurde mit Hilfe der Seilwinde des Dörpener Rüstwagens zuerst ein Gabelstapler aus dem Weg gezogen um einen Zugang zum Verunfallten zu bekommen.

Unter Einsatz von Chemikalienschutzanzügen im Einsatzabschnitt 3 gelang es den Einsatzkräften aus Kluse und der Werkfeuerwehr UPM Nordland Papier den leckgeschlagenen IBC-Behälter abzudichten, sodass keine Gefahr mehr bestand. Des Weiteren wurden die zwei verletzten Mitarbeiter in Sicherheit gebracht und dem Rettungsdienst übergeben.

Alle verletzten Personen wurden für die Erstversorgung zu einem Verletztensammelplatz transportiert. In der anschließenden Manöverkritik zeigten sich alle Verantwortlichen sehr begeistert vom Übungsverlauf. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister und Dersumer Ortsbrandmeister Gerd Gruber dankte allen anwesenden Einsatzkräften für den Einsatz. Ein großer Dank galt auch dem Planungsteam, das diese Übung vorbereitet hatte, sowie aus der Geschäftsleitung der Firma Hero-Glas Heinz-Hermann und Heinrich Ross, die ihre Firma als Übungsobjekt zur Verfügung gestellt hatten. Feuerwehrausschussvorsitzender Hermann-Josef Santen und Ortsbürgermeister Hermann Coßmann zeigten sich sichtlich begeistert über die Schlagfertigkeit der fünf Feuerwehren in der Samtgemeinde Dörpen.

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